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Fuchsjagd und Fuchsbandwurm

Fuchsjagd und Fuchsbandwurm

Inhalt

  • Zentrale Punkte
  • Fuchsjagd und die Epidemiologie des Fuchsbandwurms
  • Entwurmung von Fuchspopulationen
  • Alveoläre Echinokokkose beim Menschen

Zentrale Punkte

  • Die alveoläre Echninokokkose (also die Erkrankung von Menschen an Finnen des Kleinen Fuchsbandwurms) ist eine der seltensten Parasitenerkrankungen Europas (in Deutschland etwa 30-50 Fälle im Jahr)
  • Die Fuchsjagd ist kein geeignetes Instrument zur Bekämpfung des Fuchsbandwurms. Im Gegenteil: Intensive Fuchsbejagung erhöht die Infektionshäufigkeit von Füchsen signifikant.
  • Zurückzuführen ist dies auf zwei Mechanismen: Einerseits sind Jungfüchse für den Fuchsbandwurm anfälliger als ältere Tiere. Die Bejagung erhöht den Anteil an Jungfüchsen an der Gesamtpopulation, wodurch die Menge an ausgeschiedenen Bandwurmeiern ansteigt. Zusätzlich führt intensive Fuchsjagd zu häufigeren und weiteren Wanderungen von Jungfüchsen, wodurch Kot mit besonders hohem Anteil an Bandwurmeiern über einen größeren Raum verteilt wird.
  • In Feldexperimenten war die Entwurmung von Füchsen mit Hilfe von Ködern sehr erfolgreich. Jagddruck ist bei der Entwurmung von Fuchspopulationen jedoch hinderlich, weil in bejagten Populationen mehr Wanderbewegungen stattfinden, was die Verbreitung der Parasiten begünstigt.
  • Hauptrisikofaktoren für die Erkrankung am Fuchsbandwurm sind die Jagd auf Füchse (bzw. der Umgang mit toten Füchsen) sowie der Besitz von Katzen oder Hunden. Letzteres liegt darin begründet, dass Katzen und Hunde durch den Verzehr infizierte Mäuse selbst zu Ausscheidern von Bandwurmeiern werden können.
  • Der Verzehr von ungewaschenen Pilzen oder bodennah wachsenden Beeren wurde dagegen nicht als relevanter Risikofaktor identifiziert.

Fuchsjagd und die Epidemiologie des Fuchsbandwurms

Deplazes P., Hegglin D., Gloor S., Romig T. (2004): Wilderness in the city: the urbanization of Echinococcus multilocularis. Trends in Parasitology 20, 2

  • Fuchsjagd beschleunigt evtl. die Ausbreitung des Fuchsbandwurms.
  • „Der Einfluss der Fuchsjagd auf die Fuchspopulationen ist zweifelhaft und von vielen Parametern abhängig. Eine allgemeine Reduktion der Fuchsdichte kann mit konventionellen Mitteln kaum erreicht werden.“
  • Jagd beeinflusst v.a. die Populationsstruktur und führt zu einem höheren Anteil junger Füchse. Diese wiederum tragen bis zu 85% der Gesamtbiomasse an E. multilocularis in sich. „Die Jagd könnte aufgrunddessen einen kontraproduktiven Einfluss auf die Bekämpfung der Echinokokkose haben und ihre Ausbreitung beschleunigen.“

Tackmann K., Loschner U., Mix H., Staubach C., Thulke H.H., Conraths F.J. (1998): Spatial distribution patterns of Echinococcus multilocularis (Leuckart 1863) (Cestoda: Cyclophyllidea: Taeniidae) among red foxes in an endemic focus in Brandenburg, Germany. Epidemiol Infect 120, 101-109

  • Feststellung: Jungfüchse sind häufiger mit dem Fuchsbandwurm infiziert als adulte Tiere.
  • Daraus kann man ableiten, dass in stark bejagten Gebieten – wo es einen höheren Anteil an Jungfüchsen an der Gesamtpopulation gibt – der Eintrag an Fuchsbandwurmeiern größer (!) ist als in nicht bejagten Arealen.

Ewald D., Eckert J. (1993): Verbreitung und Häufigkeit von Echinokokkus multilocularis bei Rotfüchsen in der Nord-, Süd-, und Ostschweiz sowie im Fürstenturm Liechtenstein. Zeitschrift für Jagdwissenschaften, 39, 171-180

  • Jungfüchse sind deutlich häufiger mit dem Fuchsbandwurm infiziert und tragen deutlich mehr adulte Bandwürmer (die Eier ausscheiden können) in ihrem Darmtrakt. Ein größerer Anteil an Jungfüchsen an der Population bedeutet also mehr ausgeschiedene Bandwurmeier.

Hofer S., Gloor S., Müller U., Mathis A., Hegglin D., Deplazes P. (2000): High prevalence of Echinococcus multilocularis in urban red foxes (Vulpes vulpes) and voles (Arvicola terrestris) in the city of Zürich, Switzerland. Parasitology, 120, 135-142

  • Über einen Zeitraum von 26 Monaten wurden 366 Füchse in Zürich auf das Vorhandensein von Fuchsbandwürmern im Darmtrakt untersucht.
  • Es zeigte sich, dass Jungfüchse zwar nicht häufiger befallen waren als erwachsene Füchse, allerdings trugen Jungfüchse eine sehr viel höhere Zahl von adulten Bandwürmern im Darmtrakt.
  • Ein größerer Anteil an Jungfüchsen an der Population bedeutet also mehr ausgeschiedene Bandwurmeier.

Comte S. et al (2017): Echinococcus multilocularis management by fox culling: An inappropriate paradigm, Preventive Veterinary Medicine, Volume 147, 178-185

  • Um die Effektivität von Tötungsmaßnahmen zur Bekämpfung des Fuchsbandwurms zu bewerten, wurde im Rahmen einer vierjährigen Studie in einem Gebiet um die französische Stadt Nancy die Jagd auf Füchse unter erheblichem Aufwand intensiviert
  • Obwohl die Fuchsstrecke dadurch auf einem Areal von 693km² um 35% stieg, konnte die Fuchsdichte nicht gesenkt werden.
  • Allerdings stieg der Anteil der mit Echinococcus multilocularis befallenen Füchse während der intensiven Bejagung von 40 auf 55 Prozent an, während er in einem angrenzenden Kontrollgebiet konstant blieb.
  • Zwar konnte im Rahmen der Studie kein Einfluss der Bejagung auf die Altersstruktur der Population festgestellt werden; die Forscher führten den Anstieg der Fuchsbandwurminfektionen bei starker Bejagung jedoch auf die erhöhte Mobilität junger, für den Bandwurm besonders anfälliger Tiere zurück, auf die frei gewordene Reviere eine regelrechte Sogwirkung besitzen.
  • Die Autoren empfehlen, statt auf die Bejagung von Füchsen auf den Einsatz von Entwurmungsködern zu setzen, deren Wirksamkeit in diversen Studien nachgewiesen wurde.

Craig, P.S.; Hegglin, D.; Lightowlers, M.W.; Torgerson, P.R.; Wang, Q. (2017): Echinococcosis: Control and Prevention. Advances in Parasitology 96 : 55-158

  • Literaturstudie, die die Ergebnisse einer Vielzahl von Untersuchungen zum Themenkomplex Echinokokkose zusammenfasst
  • Die Bejagung von Fuchspopulationen mit dem Ziel der Eindämmung des Fuchsbandwurms wird sehr kritisch gesehen, weil die dafür erforderliche flächendeckende Reduktion des Fuchsbestands in der Praxis nicht zu erreichen ist. Dies gilt selbst für Länder wie Australien, in denen Füchse als invasive Spezies und „Schädling“ ganzjährig massiv mit Flinte, Fallen, Giftködern und weiteren Maßnahmen verfolgt werden.
  • Zudem führt Bejagung zu einer höheren Reproduktionsrate, damit zu einem höheren Anteil an Jungfüchsen, und gerade diese tragen eine deutlich höhere Anzahl an Bandwürmern in sich als adulte Tiere.
  • Darüber hinaus führt Bejagung zu stärkeren Wanderbewegungen in der Fuchspopulation, was in einer höheren räumlichen Dynamik der Parasitenausbreitung resultieren kann.
  • Studien aus Deutschland, der Schweiz, Japan, der Slowakei und Frankreich zeigen, dass die regelmäßige Auslage von Praziquantel-Ködern die Befallsrate der Füchse mit dem Fuchsbandwurm deutlich reduzieren kann.
  • Im Gegensatz zu der Tollwut ist jedoch eine regelmäßige Beköderung notwendig, weil die Füchse ja nicht gegen den Parasiten immunisiert werden können. Aufwandsbedingt ist eine flächendeckende Ausrottung des Fuchsbandwurms daher unwahrscheinlich.

Fischer, C.; Reperant, L.A.; Weber, J.M.; Hegglin, D. Deplazes, P. (2005): Echinococcus multilocularis infections of rural, residential and urban foxes (Vulpes vulpes) in the canton of Geneva, Switzerland. Parasite 12 (4), 339-346

  • 267 Füchse aus dem Kanton Genf (Schweiz) wurden auf Befall mit Echinococcus multilocularis untersucht.
  • Es zeigte sich, dass die Befallsrate in urbanen Gebieten deutlich niedriger war als in ländlichen (52% vs. 31%).
  • Darüber hinaus wurde in einigen juvenilen Füchsen eine extrem hohe Anzahl an Bandwürmern (mehr als 120,000) gefunden. Jungtiere waren erheblich stärker belastet als erwachsene Tiere.

Janko C. (2003): Habitatnutzung des Rotfuchses (Vulpes vulpes) in Dörfern und Kleinstädten, Diplomarbeit, Universität Hohenheim, Institut für Zoologie, Fachbereich Parasitologie

  • S.94: Befallsraten der Füchse mit dem Fuchsbandwurm sind in Großstädten oft geringer als in ländlichen Gegenden, weil dort die Häufigkeit der betreffenden bandwurmbefallenen Nagetiere niedriger ist.

*Gilot-Fromont, E., et al. (2025): Opinion and report of the French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety (ANSES) on the assessment of the impact of fox population dynamics on public health. Food Risk Assess Europe 3(2)

  • Stellungnahme der französischen Behörde für Ernährung, Umwelt und Arbeitsgesundheit und -sicherheit (ANSES) zum Einfluss der Populationsdynamik von Füchsen auf die Öffentliche Gesundheit.
  • Der Fuchs spielt durch den Fuchsbandwurm eine Rolle, aber die Bejagung von Füchsen ist kein geeignetes Mittel zu seiner Bekämpfung und hat womöglich sogar den gegenteiligen Effekt.
  • „There is no public health justification for culling foxes” – einzige Ausnahme: Ausbrüche von Rindertuberkulose, bei denen Füchse in direkter Umgeng der betreffenden Ställe gezielt getötet werden, um eine Übertragung zu unterbinden.

Entwurmung von Fuchspopulationen

Hegglin D., Ward P.I., Deplazes P. (2003): Anthelmintic Baiting of Foxes against Urban Contamination with Echinococcus multilocularis, Emerging Infection Diseases, 9(10)

  • Lokale Entwurmung von Füchsen (z.B. in Städten) mit Ködern ist erfolgreich möglich.
  • Entwurmungsköder: In Zürich, wo laut HOFER et al. (2000) bis zu 47 % der Stadtfuchspopulation mit E. multilocularis infiziert sind, konnte der Anteil von Fuchskot mit Fuchsbanwurmeiern durch eine 19-monatige Beköderung in einem Areal von einem Quadratkilometer von 38,6% auf 5,5 % und in einem Areal von 6 Quadratkilometern sogar von 66,7 % auf 1,8 % gesenkt werden.
  • Geringer Jagddruck (!) ist gut für die Entwurmung von Fuchspopulationen, weil Jagddruck die Wanderbewegung in Fuchspopulationen ansteigen lässt, wodurch ggf. infizierte Tiere von außen in das beköderte Gebiet eindringen und den Fuchsbandwurm wieder hineintragen.

König A., Romig T. (2007): Bericht an die Gemeinden des Landkreises Starnberg sowie die Gemeinden Neuried und Planegg über das Projekt Kleiner Fuchsbandwurm im Bereich der Gemeinden im Landkreis Starnberg sowie den Gemeinden Neuried und Planegg im Landkreis München

  • In Bayern seit 1990 leicht steigende Anzahl von klinischen Krankheitsfällen mit alveolärer Echinokokkose auf sehr niedrigem Niveau (von ca. 0-2/Jahr auf 6-10/Jahr).
  • Befallsrate der Füchse mit Fuchsbandwurm kann durch Einsatz von Ködern drastisch reduziert werden: „Die Befallsrate in der vom Projektteam 2003 im Auftrag der Gemeinden erstellten Risikoanalyse lag bei 51% (untersucht wurden dabei 268 Füchse). Innerhalb des Projektgebietes waren es 40% (18 von 45 Untersuchten) im Jahr 2005 und 42% (42 von 100) bei der Risikoanalyse. Im ersten halben Jahr des Projekts konnte innerhalb weniger Entwurmungszyklen die Befallsrate im Projektgebiet auf 12% (10 von 82) gedrückt werden. Ein weiteres Jahr später (Stand März 2007) sind nur noch 0,8% (1 von 116) der Füchse im Projektgebiet befallen (Tab. 2 und Abb. 7).“

Tackmann K., Loschner U., Mix H., Staubach C., Thulke H.H., Conraths F.J. (2001): A field study to control Echinococcus multilocularis-infections of the red fox (Vulpes vulpes) in an endemic focus. Epidemiol Infect 127, 577-587

  • Entwurmungsköder: In einem zweijährigen Beköderungszeitraum konnte die Befallsrate der Füchse mit dem Fuchsbandwurm in einem 5000qkm großen Beköderungsareal von ursprünglich 16-27% auf 2-6% gesenkt werden.

König A., Romig T., Janko C., Hildenbrand R., Holzhofer E.A., Kotulski Y. (2008): Integrated-baiting concept against E. multilocularis in foxes is successful in Southern Bavaria, Germany. European Journal of Wildlife Research 54, 439-447

  • Die Prävalenz des Fuchsbandwurms konnte mit Hilfe von Köderauslage innerhalb von nur vier Monaten von durchschnittlich 35% auf durchschnittlich 1% reduziert werden.
  • Dieser im Vergleich zu den vorangegangenen Studien rasch einsetzende Effekt wird unter anderem auf eine höhere Köderdichte von 50 pro km2 zurückgeführt, welche in den anderen Studien bei lediglich 20 pro km2 lag (TACKMANN et al. 2001; ROMIG et al. 2007). Zudem wurden in der Untersuchung von König et al. erstmals Siedlungen, insbesondere Gärten, in die Beköderung einbezogen, und das Beköderungsintervall wurde anfänglich auf vier Wochen verkürzt, was die rasch einsetzende Reduktion der Prävalenz ebenfalls begünstigt haben dürfte.

Hegglin D., Deplazes P. (2008): Control strategy for Echinococcus multilocularis. Emerging Infectious Diseases 14, 1626-1628

  • Entwurmungsköder: Durch ein monatliches Beköderungsintervall konnte die Kontamination der Fuchslosung mit E. multilocularis von 22,5% auf 5,4% gesenkt werden.
  • Auch die Fläche des Beköderungsareals spielt eine wichtige Rolle für den Erfolg der Behandlung, da bei sehr kleinen Studienarealen Randeffekte entlang der Grenzen der Beköderungsareale zu erwarten sind. Diese kommen durch immigrierende, nicht entwurmte Füchse zustande und sind umso größer, je kleiner das Studienareal ist.

Alveoläre Echinokokkose beim Menschen

Sréter T., Széll Z., Sréter-Lancz Z., Varga I. (2004): Echinococcus multilocularis in Northern Hungary. Emerging Infectious Diseases, 10, 1344-1346

  • Trotz der wachsenden Befallsrate von Füchsen mit dem Fuchsbandwurm in den 1990er Jahren ist keine Zunahme der Krankheitsfälle beim Menschen zu verzeichnen.
  • Die Autoren erklären das mit der gewachsenen Aufmerksamkeit der Menschen und den daraus resultierenden Schutzanstrengungen (Entwurmung von Haustieren, …)

Kern P., Bardonnet K., Renner E., Auer H., Pawlowski Z., Ammann R.W., Vuitton D.A., and the European Echinococcosis Registry: European Echinococcosis Registry (2003): Human Alveolar Echinococcosis in Europe, 1982–2000. Emerging Infectious Diseases, 9, 3

  • Größter Teil der an alveolären Echinokkose erkrankten Menschen gehören zur Risikogruppe Bauern + Jäger.
  • Untersuchung von insgesamt 210 Echinokokkose-Patienten aus dem ländlichen Raum aus Zentraleuropa.
  • 61.4% davon gingen landwirtschaftlichen Tätigkeiten bzw. jagdlichen oder forstwirtschaftlichen Aktivitäten nach.

Kern, P., Ammon, A., Kron, M., Sinn, G., Sander, S., Petersen, L.R., Gaus, W. (2004): Risk Factors for Alveolar Echinococcosis in Humans. Emerging Infectious Diseases 10(12)

  • Die Studie untersuchte Risikofaktoren für Fuchsbandwurm-Erkrankungen beim Menschen. Dafür wurden 40 Echinokokkose-Patienten und 120 Kontrollpersonen befragt.
  • Der mit Abstand bedeutendste Risikofaktor war der Besitz von Hunden, die Wildtiere töten (z.B. Jagdhunde) – Menschen, auf die dies zutraf, hatten ein 18fach erhöhtes Risiko, an Echinokokkose zu erkranken. Auch der Besitz freilaufender Hunde (6,4fach) sowie landwirtschaftliche Tätigkeit (4,7fach) waren mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden.
  • Der Verzehr von ungekochtem oder ungewaschenem Gemüse oder Salat (ebenso wie Kräuter, Pilze oder Beeren) vergrößerte das Erkrankungsrisiko dagegen nicht.

Kreidl, P., Allerberger, F., Judmaier, G., Auer, H., Aspöck, H., Hall, J. (1998): Domestic pets as risk factors for alveolar hydatid disease in Austria. American Journal of Epidemiology 147(10), 978-981

  • Von 1967 bis 1997 wurden die Gewohnheiten und Aktivitäten von 21 Echinokokkosepatienten mit jenen von 84 gesunden Kontrollpersonen verglichen, die ihnen im Hinblick auf Alter, Geschlecht und Wohnort entsprachen.
  • Es zeigte sich, dass es zwei Faktoren gab, die das Erkrankungsrisiko am Fuchsbandwurm stark erhöhten: Jagd und Katzenbesitz. Jäger hatten eine 7,83fach erhöhte Erkrankungswahrscheinlichkeit; das Erkrankungsrisiko von Katzenbesitzern war um den Faktor 6,47 erhöht.
  • Das erhöhte Erkrankungsrisiko von Katzenbesitzern ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass freilaufende Katzen mit dem Fuchsbandwurm infizierte Mäuse fressen und dann selbst Bandwurmeier ausscheiden.
  • Der Verzehr von Pilzen oder bodennah wachsenden Beeren korrelierte dagegen nicht mit Echinokokkoseinfektionen.

Viel, J.F., Giraudoux, P., Abrial, V., Bresson-Hadni, S. (1999): Water vole (Arvicola terrestris scherman) density as risk factor for human alveolar echinococcosis. Am J Trop Med Hyg 61(4):559-65

  • Die Studie ging der Frage nach, ob es einen Zusammenhang zwischen der Größe der Mäusepopulation und der Erkrankungswahrscheinlichkeit an alveolärer Echinokokkose beim Menschen gibt.
  • Wo hohe Mäusedichten zu finden waren, gab es ein bis zu 10fach erhöhtes Erkrankungsrisiko für den Menschen.

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